Planfeststellungsverfahren

Das Planfeststellungsverfahren zur weiteren Erschließung und Industriealisierung des Dampier Archipels hat bereits begonnen. Die Frist, innerhalb der die Firma WOODSIDE ihre Pläne der Öffentlichlkeit präsentiert, hat bereits am 11. Dezember 2006 begonnen und endet am 19. Februar 2007.
Die Westaustralische Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Authority of Western Australia) prüft derzeit die Pläne.

Die veröffentlichten Dokumente zur Planung finden Sie hier auf der Website der Firma WOODSIDE. Da sie dort wohl nur noch bis zum 19.02.2007 stehen werden, sind sie weiter unten auf dieser Seite ebenfalls zum Download bereitgestellt.


Einwände formulieren

Einwände können gegenüber der Firma WOODSIDE bis zum 19. Februar 2007 per Brief, Fax oder Email geltend gemacht werden. Es empfiehlt sich aber auch, die Einwände direkt an die Umweltschutzbehörde zu richten:

Environmental Protection Authority
PO Box K822
PERTH, WA 6842
Australia
Attention: Richard Sutherland
oder per Email: eia@dec.wa.gov.au

Einige Hinweise, wie die Einwände verfasst werden sollten, finden Sie hier.
Oder zum Download als PDF hier... [971 KB]

Geschichtlicher Ablauf der Industrialisierung

Die Geschichte der industrieellen Entwicklung des Dampier Archipels beginnt bereits 1954 mit der Entdeckung der ersten Gasvorkommen.  
In 1963 wird der erste Hafen gebaut und die Zertsörung der Felskunst beginnt.  
In 1967 werden die ersten Petroglyphen erfasst und registriert. Die Zerstörung wird dokumentiert. 
Von 1972 bis 1978 empfehlen Wissenschaftler bereits, das Gebiet zu schützen.  
In 1980 wird die kommerzielle Entwicklung und Industriealisierung begonnen. 
1994 wird von Herrn Bednarik (der Wissenschaftler, der bereits 1967 die Felskunst erfasst hatte) vorgeschlagen, das Dampier Archipel zum Naturschutzgebiet zu erklären, es der ursprünglichen Aboriginal bevölkerung zurückzugeben und es als UNESCO-Weltkulturerbe anerkennen zu lassen. 
Weiter Gebiete des Archipels werden 1996 zum Industriegebiet erklärt. 
Die Australian Rock Art Research Association (AURA) und die International Federation of Rock Art Organisations (IFRAO) beschließen im Januar 2002 formal, gegen die Industriealisierung vorzugehen.  
Im März 2002 bringen die Grünen eine Petition bei der Westaustralischen Regierung zur Erhaltung des Archipels ein. 
Im Oktober 2002 schlagen AURA und IFRAO vor, das Archipel als UNESCO-Weltlkulturerbe anerkennen zu lassen. 
Im Dezember 2002 wird die Erweiterung des industrieelen Ausbaus genehmigt. 
Im September 2003 wird das Archipel beim WORLD MONUMENT FUND (WMF)als eine der 100 am meisten bedrohten Gebiete der Welt gelistet.  
Oktober 2003: Der weitere Industrieausbau des Archipels nach Finanzzusagen der Westaustralischen Regierung wird beschlossen. 
Januar 2004: Der WMF empfiehlt, das Gebiet zu schützen, wird von der Westaustralischen Regierung jedoch zurückgewiesen. 
Ab März 2004 investieren Industrieunternehmen weiter in den Industrieusbau. 
Mai 2004: Der National Trust of Australia empfiehlt ebenfalls den Schutz des Archipels. 
März 2005: Der International Sacred Sites Trust listet die Dampier Felskunst als eines der zehn am meisten bedrohten Kulturgüter der Welt. 
September 2005: R.G. Bednarik berichtet vom Dampier Archipel vor der UNESCO in Paris. 
April 2006: WOODSIDE beantragt den weiteren Ausbau des Industrie am dampier Archipel.  
 
 

Die Liste wird in Kürze fortgesetzt.

Der ausführliche Zeitablauf ist auf der Website von R.G. Bednarik nachzulesen...

WOODSIDE - Planungsdokumente